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Notfallsanitäter.de - Informationen zum neuen Berufsbild

Rahmenbedingungen



Hinsichtlich der Rahmenbedingungen in der Ausbildung erfährt das neue Berufsbild eine enorme Wertschätzung. Diverse Paragraphen regeln neben der kommenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung innerhalb des NotSanG die Ausbildung. So fordert z.B. der § 15 erstmals eine bundesländerübergreifende angemessene Ausbildungsvergütung für die Schüler. Ebenso werden Aussagen zu den Pflichten des Ausbildungsträgers und des Schülers, aber auch zu Urlaubsregelungen, anschließenden Beschäftigungsverhältnissen und vielen anderen Dingen mehr getroffen. In die Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses wurde ein zuvor im Regierungsentwurf noch nicht enthaltener Aspekt eingearbeitet. Während der praktischen Ausbildung wird der Einsatz der Schüler nach vorangegangener Prüfung ihrer Kompetenz im regulären Einsatzdienst ermöglicht, wenn dies dem Zweck der Ausbildung dient. Im RettAssG werden im § 8 und § 9 diverse Anrechnungsmöglichkeiten anderer Ausbildungen umschrieben, die für eine Verkürzung der regulären Ausbildungszeit angerechnet werden können. Solche detaillierten Möglichkeiten werden innerhalb des NotSanG nicht mehr ausgeführt. Im Allgemeinen können nach § 9 des Gesetzes gleichwertige Ausbildungen oder erfolgreich abgeschlossene Teile von Ausbildungen auf individuellen Antrag auf die Dauer der Ausbildung von der zuständigen Behörde angerechnet werden.

Ein weiterer interessanter Aspekt für das Ausbildungsrepertoire des neuen Berufsbildes findet sich § 7. Durch eine alternative Hochschulausbildung können Ausbildungsangebote im Rahmen von Modellversuchen erprobt werden. Hierdurch können sich z.B. akademische Weiterqualifizierungen des Notfallsanitäters in taktischen oder organisatorischen Bereichen, ähnlich dem System der dualen Studiengänge an Polizeihochschulen, realisieren lassen.

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