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Das Buch zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung


FACHLITERATUR


Das Trauma-Buch

Startklar für den Rettungsdienst

RETTUNGSDIENST

Häufig gestellte Fragen (FAQ – Frequently Asked Questions)


Diese Fragen wurden von Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten und von Auszubildenden in diesem Berufsfeld gestellt. Die Antworten gaben Horst Geis und Daniel Nilles, Ressortleiter im Bildungsinstitut des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Weitere Fragen können Sie gerne per Mail an frieling(at)skverlag.de an den Verlag richten. Die Antworten werden wiederum von den genannten Personen erstellt.

 

 

 

1. Werden die Kosten für die Vorbereitungslehrgänge und Ergänzungsprüfungen zur Nachqualifizierung vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter vom Arbeitgeber übernommen?


Hierzu gibt es keine bundeseinheitlichen Regelungen. Die Kosten können teilweise oder ganz vom Arbeitgeber übernommen werden, müssen aber nicht. Die Arbeitgeber werden dies je nach Bedarf an Notfallsanitätern regeln. Ebenso ungeregelt ist die Frage, ob sowohl die Ergänzungsprüfung wie ggf. auch die Vorbereitungslehrgänge zur Arbeitzeit gerechnet werden oder nicht.

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2. In welchem Zeitraum müssen die Ergänzungsprüfungen absolviert werden?


Das Notfallsanitätergesetz sieht im § 32 vor, dass Rettungsassistentinnen oder Rettungsassistenten die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ führen können, wenn sie innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes die staatliche Ergänzungsprüfung bestanden haben.

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3. Müssen die Ergänzungslehrgänge in einem Umfang von 480 Stunden oder 960 Stunden in Vollzeitform absolviert werden?


Hierzu liegen keine Regelungen vor. Es ist davon auszugehen, dass es Lehrgänge in Vollzeitform, in Teilzeitform, nebenberuflich und teilweise in Fernstudienform geben wird.

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4. Kann man mit der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ auch im Ausland arbeiten?


Grundsätzlich ja, ggf. müssen in speziellen Ländern rechtliche Regelungen beachtet und Anerkennungsverfahren durchlaufen werden.

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5. Sind mit der Einführung des Notfallsanitäters in Deutschland die Fahrzeuge des Rettungsdienstes gleich besetzt?


Die Besetzung der Rettungsmittel wird durch die Landesrettungsdienstgesetze geregelt. Diese Fragen können auf Bundesebene andiskutiert werden, jedoch müssen sie auf Länderebene geregelt werden. Die Reaktion der Länder mit Änderungen der Rettungsdienstgesetze und der damit verbundenen Besetzung der Rettungsmittel bleibt abzuwarten.

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6. Muss ich mich als Rettungsassistent selbst um die Ergänzungslehrgänge und Prüfungen kümmern oder ist dies Aufgabe des Arbeitgebers?


Diese Aufgabe obliegt dem jeweiligen Rettungsassistenten selbst, der Arbeitgeber kann hier beratend oder, sofern er die Kosten trägt, regelnd tätig werden.

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7. Ist für Notfallsanitäter ein höheres Entgelt als für Rettungsassistenten vorgesehen?


Das Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters sieht im Wesentlichen die Verlängerung der Ausbildung von zwei auf drei Jahre vor. Darüber hinaus wird in § 4 umfänglich das Ausbildungsziel beschrieben. In § 15 ist die Ausbildungsvergütung geregelt. Darüber hinaus kann das Notfallsanitätergesetz keinen Einfluss auf die Bezahlung der Rettungsdienstmitarbeiter nehmen. Dies verbietet bereits die Tarifautonomie, die in Artikel 9 Abs. 3 des Grundgesetzes verankert ist. Das Aushandeln von Entgelten in Form von Tarifverträgen ist Aufgabe der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände und damit frei von staatlicher Einflussnahme.

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8. Ist der Ausbildungsablauf zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter geregelt?


Die APrV gibt den Rahmen der Ausbildung und die Inhalte der theoretischen Ausbildung an RD-Schulen sowie der praktischen Ausbildungsabschnitte in geeigneten Krankenhäusern oder anerkannten Lehrrettungswachen an. Weiteres werden die Rahmenlehrpläne der einzelnen Bundesländer regeln.

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9. Gibt es eine offizielle Abkürzung für den Notfallsanitäter?


Das Notfallsanitätergesetz wird offiziell als „NotSanG“ abgekürzt. Daher hat sich im amtlichen Sprachgebrauch die Abkürzung "NotSan" etabliert.

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10. Kann die Weiterqualifizierung zum Notfallsanitäter bereits während der Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert werden, z.B. im berufspraktischen Jahr?


Die Übergangsvorschrift im § 32 sieht vor, dass die Ausbildung zur Rettungsassistentin oder zum Rettungsassistenten vor Inkrafttreten des Gesetzes begonnen wurde und die Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ geführt werden darf. Dann ist eine Überleitung möglich, sodass diese nicht während der Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert werden kann.

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11. Gibt es Aussagen darüber, wie die Ergänzungsprüfungen und die Ergänzungslehrgänge gestaltet sind?


Die APrV beschreibt, welche Ausbildungsabschnitte in den Ergänzungslehrgängen durchlaufen werden müssen. Die detaillierteren Inhalte werden im Rahmen der Entwicklung der Rahmenlehrpläne und Curricula länderbezogen ausgearbeitet. Die NotSan-APrV finden Sie hier.

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12. Gibt es im Notfallsanitätergesetz spezielle Regelungen für das Ehrenamt?


Hierzu gibt es keine speziellen Regelungen, weder für die Überleitungsregelung noch für die Ausbildung. In § 5 des Notfallsanitätergesetzes ist jedoch ausgeführt, dass die Ausbildung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in Vollzeitform drei Jahre, in Teilzeitform höchstens fünf Jahre dauern kann. Insofern ist eine Ausbildung in Teilzeit möglich, spezielle Anrechnungsregelungen gibt es nicht.

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13. Welche Konsequenzen hat es für einen Rettungsassistenten, wenn er sich nicht zum Notfallsanitäter weiter qualifiziert?


Zunächst ist davon auszugehen, dass die Bezeichnung Rettungsassistent auch in den Rettungsdienstgesetzen der Länder erhalten bleibt. Über einen mittelfristigen Zeitraum betrachtet ist davon auszugehen, dass dort überall die Notfallsanitäter Einzug halten werden. Dies kann bedeuten, dass Rettungsassistenten dann in dieser Form nicht mehr eingesetzt werden können.

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14. Welche Kosten entstehen dem Auszubildenden beim Staatsexamen für Notfallsanitäter?


Die Kosten werden vom Träger der Ausbildung, d.h. vom Arbeitgeber des Auszubildenden getragen, da es sich laut NotSanG um einen Bestandteil der NotSan-Ausbildung handelt.

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15. Ist es absehbar, in welchem Zeitraum die Landesrettungsdienstgesetze im Hinblick auf den Einsatz der Notfallsanitäter geändert werden?


Die Rettungsdienstschulen und die Arbeitgeber haben im Herbst 2014 mit der Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen. Dies bedeutet, dass frühestens 2018 die ersten Notfallsanitäter nach dem neuen Gesetz ausgebildet sind.

Ausbildungen zum Rettungsassistenten können bis zum 31. Dezember 2014 begonnen werden. Dies bedeutet, dass interessierte Personen noch eine Zeit lang in den Beruf einsteigen können und die Ausbildung zum Rettungsassistenten ca. 2016 enden wird.

Auch die nach dem vorliegenden Gesetz angeführten Übergangsvorschriften werden nicht dazu führen, dass schlagartig Tausende von Notfallsanitätern dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Viele Rettungsassistenten werden sich die Frage stellen, ob sie sich der staatlichen Ergänzungsprüfung stellen sollen. 

Unter Betrachtung dieses Zeitaufwandes ist für die Bundesländer zunächst keine Eile geboten, eine Anpassung der Rettungsdienstgesetze vorzunehmen. Dennoch muss frühzeitig damit begonnen werden, für das neue Berufsbild Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter ein entsprechendes Aufgabenfeld in den Rettungsdienstgesetzen zu definieren. Dies bedeutet, dass allein das Berufsgesetz nicht ausreicht, um letztendlich flächendeckend in Deutschland Notfallsanitäter einzuführen. Vom ursprünglichen Krankenwagenfahrer zum Transportsanitäter, zum Rettungshelfer, zum Rettungssanitäter und zum Rettungsassistenten wird damit die Entwicklung weiter ihren Lauf zum Notfallsanitäter nehmen.

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16. In welchem Zusammenhang stehen die Berufsjahre eines Rettungsassistenten bei der Überleitung zum Notfallsanitäter?


Rettungsassistenten, die mehr als fünf Jahre gearbeitet haben, können sich direkt der Ergänzungsprüfung stellen. Rettungsassistenten, die mindestens drei Jahre tätig waren, müssen einen 480-stündigen Vorbereitungslehrgang absolvieren. Rettungsassistenten, die weniger als drei Jahre berufstätig waren, müssen einen 960-stündigen Vorbereitungslehrgang absolvieren.

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17. Was wird aus den bisherigen Lehrrettungsassistenten werden?


Der vorliegende Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung regelt in § 2 „Praktische Ausbildung“ die Qualifikation der Praxis anleitenden Personen. Das bedeutet, dass Lehrrettungsassistenten nur noch während der nächsten 5 Jahre in ihrer bisherigen Form arbeiten können, danach muss die Betreuung der Auszubildenden von Praxisanleitern übernommen werden.

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18. Wie wird die jährliche Fortbildung für Notfallsanitäter aussehen?


Die jährlichen Fortbildungen werden wie bisher für Rettungsassistenten auch für Notfallsanitäter bestehen bleiben. In § 4 des Notfallsanitätergesetzes ist unter 2 Abschnitt C vorgesehen, dass der Notfallsanitäter heilkundliche Maßnahmen eigenständig durchführt, die vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst oder entsprechend verantwortlichen Ärztinnen oder Ärzten bei bestimmten notfallmedizinischen Zustandsbildern und -situationen standardmäßig vorgegeben, überprüft und verantwortet werden. Dies bedeutet, dass je nach landesrechtlichen Regelungen die Fortbildungen und die darin enthaltenen Zertifizierungen bestehen bleiben.

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19. Gibt es zur Weiterqualifizierung Vorbereitungsseminare und wie werden diese zeitlich und inhaltlich gestaltet sein?


Die Rettungsschulen werden entsprechende Vorbereitungslehrgänge zur Ergänzungsprüfung anbieten. Zur zeitlichen und inhaltlichen Ausgestaltung gibt die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum Notfallsanitätergesetz in § 16 und in der Anlage 1 Vorgaben. 

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20. Kann die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ im Nachhinein entzogen werden?


Als grundsätzliche Voraussetzung zum Führen der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ ist, dass keine Annahme auf unzuverlässiges Verhalten im Beruf besteht und eine gesundheitliche Eignung für den Beruf gefordert ist. Wenn diese Vorraussetzungen entfallen, kann auch das Führen der Berufsbezeichnung zurückgenommen werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dies im Rahmen des Themas „gesundheitliche Eignung“ nicht umsetzbar ist.

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21. Wie wird die „gesundheitliche Eignung“ für den Beruf definiert?


Diese Eignung wird von Ärzten (betriebsärztliche Dienste) entsprechend den Anforderungen des Berufes festgelegt und bescheinigt.

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22. Wie sind die Unterschiede zwischen Ergänzungsprüfung und Staatsexamen definiert?


Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum Notfallsanitätergesetz enthält hierzu in den Paragrafen 14, 15, 16 und 17 Aussagen.

Die Ergänzungsprüfung umfasst einen mündlichen und praktischen Teil. Ein schriftlicher Teil wie bei der staatlichen Prüfung ist nicht vorgesehen. Im praktischen Teil der Prüfung müssen nur 2 Fallbeispiele bearbeitet werden, die staatliche Prüfung sieht hier 4 Fallbeispiele vor, auch die Auswahl der Fallbeispiele ist beschränkter. In der Ergänzungsprüfung sollen diese aus dem Bereich der traumatologischen Notfälle und aus dem Bereich der internistischen Notfälle stammen. Die staatliche Prüfung sieht auch noch ein Fallbeispiel aus dem Bereich Herzstillstand mit Reanimation vor, das vierte ist aus den Fallbeispielen frei wählbar.

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23. Wann ist mit den ersten Ausbildungsangeboten zum Notfallsanitäter zu rechnen?


Das Notfallsanitätergesetz trat zum 1. Januar 2014 in Kraft. Die ersten Ausbildungen haben bereits in diesem Jahr begonnen.

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24. Welche Voraussetzungen muss ich für den Zugang zur Ausbildung erfüllen?


Voraussetzung für den Zugang zu einer Ausbildung zum Notfallsanitäter ist die  „gesundheitliche Eignung“ zur Ausübung des Berufs und ein mittlerer Schulabschluss oder eine andere gleichwertige abgeschlossene Berufsausbildung oder eine nach einem Hauptschulabschluss bzw. einer gleichwertigen Schulbildung erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer. 

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25. Kann ich mich als Rettungsassistent auch ohne Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter weiterqualifizieren?


Dies ist möglich. In § 32 des Notfallsanitätergesetzes ist vorgesehen, dass bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes eine staatliche Prüfung direkt absolviert werden kann.

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26. Wie sind die Aufgaben des Notfallsanitäters und dessen Kompetenzen geregelt?


Die Aufgaben und Kompetenzen sind in § 4 des Gesetzes geregelt.

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27. Gibt es eine Überleitungsregelung vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter, wie es eine vom Rettungssanitäter zum Rettungsassistenten gab?


Eine solche Überleitungsregelung ist nicht vorgesehen, das Gesetz sieht in § 32 die Übergangsvorschriften vor.

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28. Ab wann genau wird der Zeitpunkt der Anerkennung der Berufsjahre als Tätigkeit als Rettungsassistent gerechnet?


Das ist länderspezifisch geregelt. Die genaue Definition müssen Sie bei Ihrer zuständigen Behörde erfragen.

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29. Werden ausländischen Diplome anerkannt, die im EU/EFTA-Raum erworben wurden?


Nach derzeitigem Stand werden diese Anliegen von der zuständigen Behörde bearbeitet und dort entschieden, ob eine Kenntnisprüfung oder einen Anpassungslehrgang besucht werden muss, um die Berufsbezeichnung Notfallsanitäter zu erhalten.

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30. Wie werden im Rahmen der Übergangsregelungen zum Notfallsanitäter langjährig nebenberuflich bzw. ehrenamtlich tätige Rettungsassistenten bezüglich der Zulassung zur Ergänzungsprüfung behandelt?


Das ist länderspezifisch geregelt. Die genaue Definition müssen Sie bei Ihrer zuständigen Behörde erfragen.

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31. Existiert im Gesetzestext die Forderung nach mindestens 5-jähriger hauptamtlichen Tätigkeit oder reicht regelmäßige nebenamtliche Tätigkeit? Falls nicht, sind weitere Verkürzungen für hauptamtliches medizinisches Assistenzpersonal angedacht?


Ob eine regelmäßige nebenberufliche Tätigkeit ausreicht, müssen Sie bei Ihrer zuständigen Behörde erfragen. Die Anerkennungsfristen sind länderspezifisch geregelt.

Bei einer Tätigkeit von drei bis fünf Jahren muss ein Ergänzungslehrgang von 480 Stunden und bei weniger als drei Jahren von 960 Stunden in Theorie und Praxis absolviert werden.

Andere Verkürzungen für medizinisches Assistenzpersonal sind nicht angedacht, wodurch im beschriebenen Fall ein Ergänzungslehrgang zur Erreichung der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter absolviert werden muss.

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32. Im Rahmen der Übergangsregelung wirdvon einer Beschäftigung in Vollzeit „im Rettungsdienst“ gesprochen. Fällt darunter auch eine Vollzeitbeschäftigung als Rettungsassistent im Industriebetrieb mit internem Rettungsdienst, eigenem RTW und Werksambulanz


Es macht keinen Unterschied, wo jemand als Rettungsassistent im Rettungsdienst arbeitet, ob in öffentlich-rechtlicher Form oder privat. Es kommt lediglich darauf an, als Rettungsassistent im Bereich Rettungsdienst in Vollzeit erwerbstätig zu sein bzw. gewesen zu sein.

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33. Ich bin zum Zeitpunkt des Inkrafttreten des NotsanG zwei Jahre Rettungsassistent. Ich bin in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis und erwerbe also weiterhin Berufserfahrung. Wird das mit angerechnet?


Nach derzeitigem Stand wird es keine Anrechnung von geleisteten Berufsjahren nach Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes zum 1. Januar 2014 geben. Die Inhalte des Ergänzungslehrgangs beziehen sich auf die Bereiche, die während der Ausbildung zum Rettungsassistenten nicht ganz so ausführlich besprochen wurden und dann im täglichen Beruf mit viel Erfahrung erst erlernt werden. Dazu sind die besagten 960 Stunden nicht reine Theoriestunden, es sind auch Praktika in geeigneten Krankenhäusern und auf anerkannten Lehrrettungswachen eingeplant.

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34. Gibt es für Rettungssanitäter eine verkürzte, berufsbegleitende Ausbildung zum Notfallsanitäter?


Es wird für Rettungssanitäter keine verkürzte Ausbildung geben. Jeder der Notfallsanitäter werden möchte, muss die Ausbildung in Voll- oder Teilzeit durchlaufen, außer Rettungsassistenten, die sich durch eine Weiterqualifizierung zum Notfallsanitäter weiterbilden lassen können.

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35. Ich habe an der IHK die Ausbildereignungsprüfung als RettAss absolviert. Muss ich die noch fehlenden Stunden der berufspädagogischen Qualifikation nachholen, wenn ich als Praxisanleiter für den NotSan tätig sein möchte?


Nach derzeitigem Stand reicht diese Prüfung nicht aus, da die 200 Stunden im Bereich der Berufspädagogik nicht absolviert wurden. Das wird sich jedoch erst im Laufe der Umsetzung der Regelungen klären lassen.

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36. Kann (wird) man an diesem Gesetz im Nachhinein noch Korrekturen vornehmen können?


Lediglich der Gesetzgeber kann noch Korrekturen im Rahmen von Novellierungen des Gesetzes vornehmen. In aller Regel dauert das sehr lange und ist momentan nicht erkennbar.

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37. Ich bin Fachkrankenschwester auf einer Intensivstation. Würde meine Qualifikation als Rettungsassistentin reichen oder müsste ich die 3-jährige Ausbildung absolvieren? Könnte ich auch auf 400-Euro-Basis nebenberuflich im Rettungsdienst arbeiten?


Um im Rettungsdienst arbeiten zu können, ist eine Qualifikation als Rettungshelfer, Rettungssanitäter oder als Rettungsassistent erforderlich. Bei einer Fachkrankenschwester können Teile auf die Ausbildung angerechnet werden. Dies wird landesrechtlich unterschiedlich gehandhabt. Mit allen drei Qualifikationen kann eine Nebentätigkeit im Rettungsdienst ausgeübt werden. Notfallsanitäter werden erst ab 2014 ausgebildet und werden erst in der Zukunft in den Rettungsdienstgesetzen gefordert werden.

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38. Ich wollte 2014 meine verkürzte RettAss-Ausbildung absolvieren und meine Stunden als Sanitäter anerkennen lassen. Kann ich überhaupt 2014 noch beginnen? Wie verläuft dann die weitere Ausbildung zum Notfallsanitäter?


Theoretisch können Sie 2014 noch mit Ihrer Ausbildung beginnen, da das RettAssG erst zum 31. Dezember 2014 ausläuft. Die Weiterbildung zum Notfallsanitäter können Sie dann absolvieren, sobald Sie die Urkunde zur Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Rettungsassistent besitzen.

Die verschiedenen Varianten, wie Sie zum Notfallsanitäter werden, finden Sie hier.

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39. Sollte ich eine Ausbildung zum Rettungsassistenten absolvieren und durch Anerkennen meiner abgeleisteten Stunden im Rettungsdienst sofort als solcher tätig werden, wie sieht dann der weitere Weg zum Notfallsanitäter aus?


Sie haben zwei Möglichkeiten, um sich zum Notfallsanitäter weiterzubilden:

  1. Ableistung einer gesamten staatlichen Prüfung zum Notfallsanitäter
  2. Ergänzungslehrgang von 960 Stunden mit Ergänzungsprüfung

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40. Darf ich als Lehrrettungsassistent auch noch weiterhin an Rettungsschulen unterrichten oder muss ich jetzt noch auf die Schnelle eine Zusatzausbildung machen?


Die nächsten fünf Jahre dürfen Sie weiterhin als Lehrrettungsassistent an Rettungsschulen unterrichten. Wie es danach weitergeht, ist noch nicht in Gänze geklärt.

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41. Ist es sinnvoll, zum jetzigen Zeitpunkt ein Pädagogikstudium berufsbegleitend zu beginnen? Kann man jetzt schon sagen, in welche Richtung es weitergehen wird: FH, Bachelor oder Master? Und welche Studiengänge sind sinnvoll?


In ganz Deutschland ist die Schullandschaft der Rettungsdienstschulen im Umbruch. Auch das Studienangebot unterliegt einem ständigen Wandel. Daher wird es schwer sein, dazu eine konkrete Aussage zu treffen, welcher derzeit schon angebotene Abschluss sich durchsetzen wird. Fest steht lediglich, dass für die Betreuung eines Ausbildungskurses eine Person mit einem abgeschlossenem Studium im Bereich der Pädagogik nötig ist. Welcher Bereich der Pädagogik es sein muss, ist noch nicht geklärt. Es empfiehlt sich allerdings, einen Abschluss aus dem Bereich der Gesundheitsfachberufe zu wählen.

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42. Ich absolviere gerade eine Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung. Gibt es auch eine Weiterbildung für examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger? Wie wird diese ablaufen?


Vom Gesetz sind keine Verkürzungsmöglichkeiten vorgesehen. Im Einzelfall können Ausbildungszeiten aus anderen Berufen anerkannt werden. Dazu bedarf es eines Antrages an die zuständige Behörde.

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43. Gibt es für die Ausbildung eine Altersbegrenzung? Wann ist jeweils jährlich Ausbildungsbeginn und wie kann ich mich bewerben?


Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Sie müssen sich an einen rettungsdienstbetreibenden Verband in ihrer Nähe wenden, da nur diese Ausbildungsträger sind. Rettungswache, Krankenhaus und Schule werden von dort vermittelt.

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44. Wenn von „Berufserfahrung“ gesprochen wird, sind damit Jahre gemeint oder wird dies in Stunden errechnet? Mir fehlen nur wenige Tage, um auf die geforderten drei Jahre zu kommen. Kann ich die mit Stunden bei meinem jetzigen Arbeitgeber ableisten?


Nach derzeitigem Stand wird die Berufserfahrung in Jahren (Stichtagsregelung) angegeben. Ob diese auch in Stunden angerechnet werden kann, hängt von der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes ab.

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45. Muss sich der Notfallsanitäter neuen rechtlichen Herausforderungen stellen? Entsteht eine neue Bemessungsgrenze für die Haftungspflicht, die nicht mehr über den Arbeitgeber versichert wird?


Durch das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) werden die Kompetenzen des Notfallsanitäters teilwiese erweitert. Unterschieden wird in das eigenverantwortliche Handeln gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 1 NotSanG und in Handeln im Rahmen der Mitwirkung gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 2 NotSanG. Aus Kompetenzgesichtspunkten ändert sich im Bereich des eigenverantwortlichen Handelns gemäß Nr. 1 die Situation des Notfallsanitäters nicht substantiell gegenüber der Situation des Rettungsassistenten. Beide handeln weiterhin im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes. Hat der Arbeitgeber dies bereits adäquat versichert, muss hier nicht zwingend etwas ergänzt werden.

Im Bereich des Handelns im Rahmen der Mitwirkung können dem Notfallsanitäter durch den verantwortlichen Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) weitere Kompetenzen übertragen werden. Im Rahmen seiner Anordnungs- und Überwachungsverantwortung haftet dann auch der Ärztliche Leiter. Der Notfallsanitäter haftet hier im Wesentlichen dafür, dass er die Maßnahme dann im Rahmen der übertragenen Kompetenz so ausführt, wie ihm diese übertragen wurde (Übernahme- und Durchführungsverantwortung). Hierfür kann es im Einzelfall sinnvoll sein, durch den Arbeitgeber weitere Maßnahmen zu versichern. Hier ist aber sicherlich eine Absprache mit dem jeweiligen ÄLRD sinnvoll.

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46. Wird es für Gesundheits- und Krankenpfleger wieder die Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung geben? Wäre eine Teilzeitausbildung zum Notfallsanitäter denkbar?


Eine generelle Verkürzung der Ausbildung zum Notfallsanitäter ist nicht vorgesehen. Ausbildungsabschnitte können auf Einzelantrag auf die Ausbildung zum Notfallsanitäter angerechnet werden.

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47. Ich bin seit 2007 Rettungssanitäter und habe 2011 berufsbegleitend die Ausbildung zum RettAss gemacht. Bis Januar 2014 bin ich auf einer RS-Planstelle gewesen und besetze seit Februar eine RettAss-Stelle. Wie sieht die Regelung in meinem Fall aus?


Stichtag zur Berechnung der Länge der Ergänzungslehrgänge ist der Erhalt der Berufsbezeichnung Rettungsassistent. Somit fallen Sie wie richtig genannt unter die Rubrik weniger als drei Jahre Berufserfahrung.

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48. Stimmt es, dass man die Ausbildung zur Notfallsanitäterin schon mit 16 antreten kann?


Wenn Sie mit diesem Alter alle Voraussetzungen erfüllen, können Sie sich gerne bei einem Arbeitgeber Ihrer Wahl aus dem Rettungsdienst bewerben. Dieser Verband wird Ihnen nach einem Auswahlverfahren ggf. einen Ausbildungsvertrag anbieten und Sie zur schulischen Ausbildung zur kooperierenden Schule entsenden. Diese Voraussetzungen müssen Sie dabei erfüllen:

  • gesundheitliche und körperliche Eignung zur Ausübung des Berufes,
  • polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge,
  • der mittlere Schulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung
  • oder eine nach dem Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Schulbildung erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer.

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49. Ich habe vor ca. 10 Jahren die Ausbildung zur Lehrrettungsassistentin gemacht. Leider konnte ich danach nicht mehr Vollzeit arbeiten. Ich würde gerne als Ausbilderin für Notfallsanitäter tätig werden. Wird die Lehrrettungsassistentin anerkannt?


Nach § 32 Absatz 2 NotSanG müssen Sie eine Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren nachweisen, um direkt zur Ergänzungsprüfung zugelassen zu werden. Daraus leiten die verantwortlichen Stellen auf Bundeslandebene verschiedene Voraussetzungen ab. Der einfachste Weg ist, dass Sie sich mit der Behörde aus Ihrem Bundesland in Verbindung setzen und nachfragen, zu welchem Prozentsatz die hauptberufliche Tätigkeit mindestens ausgeführt werden musste. Um an einer Schule für Notfallsanitäter zu unterrichten, benötigen Sie mindestens die Weiterbildung zur Praxisanleiterin und besser noch ein abgeschlossenes Studium aus dem Bereich der Fachpädagogik bzw. Erwachsenenpädagogik.

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50. Ich arbeite seit vielen Jahren in der Schweiz als Anästhesiepflege-Experte NDS und Rettungssanitäter HF. Falls ich zurückkehren möchte, würde ich gern weiter im Rettungsdienst arbeiten. Was muss ich zur Anerkennung der Abschlüsse tun?


Sie müssen die zuständigen Behörden der Bundesländer anfragen, ob und wie dies möglich ist. Diese Behörde entschiedet dann auch darüber, ob eine Kenntnisprüfung oder einen Anpassungslehrgang besucht werden muss, um die Berufsbezeichnung Notfallsanitäter zu erhalten.

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51. Ich bin Jahrgang 1958 und kann mit 64 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Soll ich mich zum Notfallsanitäter weiterbilden oder nicht? Wenn die 7-Jahres-Frist ausläuft, bin ich 62 Jahre alt.


Für die berufliche Weiterentwicklung ist das nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie die Prüfung nicht absolvieren, besteht allerdings das Risiko, dass Sie nach Änderung der Rettungsdienstgesetzes nicht mehr in der Notfallrettung tätig sein können. Evtl. kann die Nachqualifizierung auch aus eigenem Interesse gemacht werden.

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52. Gibt es bereits irgendwo die Möglichkeit, an einem 960-Stunden-Ergänzungslehrgang für die NotSan-Ausbildung teilzunehmen? Oder ist das noch gar nicht absehbar?


Sie können nur in dem Bundesland Ihren Ergänzungslehrgang absolvieren, in dem Sie arbeiten. In Rheinland-Pfalz bietet z.B. das Bildungsinstitut des DRK-Landesverbandes Ergänzungslehrgänge an. Viele andere Schulen bieten noch nicht, da einerseits die Finanzierung teilweise noch nicht geklärt ist oder andererseits noch kein ausgearbeitetes Curriculum existiert. Ab Mitte 2015 werden es sehr wahrscheinlich mehr Schulen werden, die solche Lehrgänge anbieten.

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53. Ich bin Medizinstudent und ausgebildeter Rettungsassistent (Berufserfahrung <3 Jahre). Kann ich mir nach bestandenem Physikum den Notfallsanitäter anerkennen lassen?


Die Antwort kann Ihnen lediglich die zuständige Behörde in Ihrem Arbeitsbereich geben. Es dürfte jedoch sehr unwahrscheinlich sein, dass Sie die Ausbildung und Prüfung zum Notfallsanitäter anerkannt bekommen, da in dieser staatlichen Prüfung andere Inhalte abgefragt werden, als dies im Physikum der Fall ist.

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54. Da ich zu der Gruppe gehöre, die unter drei Jahren Berufserfahrung liegt, müsste ich den Ergänzungslehrgang von über 980 Stunden machen. Kann ich, ohne nochmal die Schulbank zu drücken, direkt die volle staatliche Prüfung absolvieren?


Jeder Rettungsassistent hat die Möglichkeit, sich entweder nach entsprechend durchlaufenem Ergänzungslehrgang der Ergänzungsprüfung zu stellen oder aber die staatliche Prüfung zum Notfallsanitäter abzulegen. Beide Varianten sind bis zum Ende der Übergangsfrist möglich.

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55. Ich habe gehört, dass Ergänzungsprüfungen, die in einem anderen Bundesland gemacht wurden, nicht anerkannt werden. Wie ist die rechtliche Lage tatsächlich? Es handelt sich ja um ein Bundesgesetz.


Wenn die Prüfung zum Notfallsanitäter bestanden ist, wird sie eigentlich von allen anerkannt. Der Hintergrund der jetzigen Diskussion über die Anerkennung bzw. Nicht-Anerkennung der Urkunde ist, dass es wohl bei einigen wenigen Prüfungen zu Formfehlern kam und somit die Prüfung hätte annulliert werden müssen. Da dies jedoch geschah, werden die Ergebnisse nicht von jeder Behörde angenommen. Ein juristisches Urteil, das die Angelegenheit klären würde, liegt noch nicht vor.

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56. Ist es möglich, nach der vollendeten Ausbildung zum Notfallsanitäter ein Medizinstudium unabhängig vom Abiturschnitt zu beginnen oder wird dieser ausschließlich aufgebessert?


Nach dem erfolgreichen Abschluss der Notfallsanitäter-Ausbildung kann man sich mit dem Prüfungszeugnis und einem entsprechenden Durchschnitt für ein sogenanntes Probestudium in Medizin bewerben. Wie hoch der Notendurchschnitt sein muss, kann von der jeweiligen Universität erfragt werden.

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57. Kann ich mit der Notfallsanitäter-Ausbildung die Zeit im Krankenhaus als Arzt während eines Medizinstudiums verkürzen, da ich ja bereits drei Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe?


Eine Verkürzung der ärztlichen Ausbildung ist nicht möglich.

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58. Ich komme aus Bayern und bin Lehrrettungsassistent, Dozent im Rettungsdienst und Dozent in der Erwachsenenbildung. Gibt es eine Möglichkeit mir den Ausbilder Notfallsanitäter anerkennen zu lassen?


Eine Anerkennung als Praxisanleiter im Rettungsdienst kann nur von der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes erfolgen. Die Anforderungen schwanken, somit ist keine pauschale Aussage zu treffen.

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59. Seit 2007 bin ich Rettungsassistent und seit 2010 bin ich hauptberuflich im Rettungsdienst tätig. Davor war ich mehr als vier Jahre auf 450-Euro-Basis mit monatlich durchschnittlich 80 Stunden auf dem RTW beschäftigt. Welche Prüfung muss ich absolvier


Diese Frage muss mit dem Amt, das für die Prüfung von Notfallsanitätern zuständig ist, geklärt werden. Pauschal lässt sich dazu keine Aussage treffen.

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60. Wie lange darf ich als Lehrrettungsassistent noch ausbilden?


Die Übergangszeit von fünf Jahren hat mit Gültigkeit des Gesetztes am 1. Januar 2014 begonnen und endet damit am 31. Dezember 2019. Diese Regelung ist zu finden im § 3 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter.

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61. Ich schreibe im Jahr 2017 mein RettAss-Staatsexamen und bekomme dann meine Urkunde ausgehändigt. Reicht es, wenn ich dann den 960-h-Lehrgang für die Ergänzungsprüfung absolviere oder muss ich die Komplettausbildung machen?


Nach den Regelungen des NotSanG und der NotSan APrV könnten Sie den Ergänzungslehrgang von 960 Stunden besuchen oder die staatliche Prüfung vollständig absolvieren. Abweichende Regelungen davon müssten Sie bei Ihrer zuständigen Behörde erfragen. Die Ausbildung zum RettAss muss vor dem Außerkrafttretten des RettAssG begonnen worden sein.

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62. Ich bin seit Oktober 2015 Rettungsassistentin in Bayern und möchte an einer Schule in Berlin einen achtwöchigen NotSan-Vorbereitungskurs absolvieren. Wird die in Berlin ausgestellte NotSan-Urkunde in Bayern anerkannt?


Die weitere Ausbildung und die Prüfung zum Notfallsanitäter ist nur in dem Bundesland gestattet, in dem Sie auch arbeiten. Um in einem anderen Bundesland die Prüfung ablegen zu können, müssen Sie einen Antrag an die zuständige Behörde in Ihrem Bundesland senden. Diese wird Ihren Sachverhalt prüfen und eine Entscheidung treffen.

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