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Das Buch zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung


FACHLITERATUR


Das Trauma-Buch

Startklar für den Rettungsdienst

RETTUNGSDIENST

Ergänzungsprüfung


Die Ergänzungsprüfung umfasst einen mündlichen und praktischen Teil, sie findet an einer von der zuständigen Behörde für die Durchführung von Ergänzungsprüfungen bestimmten Schule statt. Ein schriftlicher Teil wie bei der staatlichen Prüfung ist nicht vorgesehen.

Der mündliche Teil der Ergänzungsprüfung (§ 16 NotSan-APrV)

Die Prüfung soll die folgenden Themenbereiche umfassen: 

  • Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte, 
  • bei der erweiterten medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken,
  • lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden nach Vorgaben des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes,
  • in Gruppen und Teams zusammenarbeiten.

Die Prüfung soll für den einzelnen Prüfling mindestens 20 und nicht länger als 40 Minuten dauern. Dabei wird auf das ausschließliche Abfragen von Fachwissen verzichtet, es soll aufgrund der handlungsorientierten Ausrichtung des Unterrichts nachgewiesen werden, dass der Prüfling in der Lage ist, die im Unterricht erworbenen Grundlagenkenntnisse fallbezogen anzuwenden. Dabei sind auch seine Personal-, Sozial- und Methodenkompetenzen einzubeziehen. Die Prüflinge werden einzeln oder zu zweit geprüft. 

Der mündliche Teil der Prüfung ist bestanden, wenn er als Ergebnis der Gesamtbetrachtung mindestens mit „ausreichend“ benotet wird. Das Bestehen setzt mindestens voraus, dass die Leistung des Prüflings trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt. 

Die Durchführung und Bewertung des mündlichen Teils der Ergänzungsprüfung entspricht im Wesentlichen dem mündlichen Teil der staatlichen Prüfung

Der praktischer Teil der Ergänzungsprüfung (§ 17 NotSan-APrV

Der Prüfling übernimmt dabei in mindestens zwei Fallbeispielen, von denen eines aus dem Bereich der traumatologischen Notfälle und eines aus dem Bereich Herz-Kreislauf-Stillstand mit Reanimation stammt, alle anfallenden Aufgaben einer fachgerechten rettungsmedizinischen Notfallversorgung einschließlich

  • der Einschätzung der Gesamtsituation,
  • Erstellung einer Arbeitsdiagnose, 
  • des Umgangs mit medizinisch-technischen Geräten, 
  • der Durchführung von Sofort- und erweiterten Versorgungsmaßnahmen, 
  • der Dokumentation sowie, soweit erforderlich, der Herstellung 
  • der Transportbereitschaft und 
  • der Übergabe der Patientin oder des Patienten an einen Notarzt oder in eine Klinik. 

Bei mindestens einem Fallbeispiel ist die Prüfung auch auf das praktische Vorgehen 

  • bei der Auswahl der Zielklinik, 
  • die Zusammenarbeit mit der Leitstelle, 
  • die Anmeldung in der stationären Versorgungseinrichtung und die Übergabe in diese zu erstrecken.

In einem das jeweilige Fallbeispiel ergänzenden Prüfungsgespräch hat der Prüfling sein Handeln zu erläutern und zu begründen sowie die Prüfungssituation zu reflektieren. Dabei hat er nachzuweisen, dass er in der Lage ist, die während der Ausbildung erworbenen Kompetenzen in der beruflichen Praxis anzuwenden, und befähigt ist, die Aufgaben in der Notfallversorgung gemäß § 4 des Notfallsanitätergesetzes auszuführen.

Die Auswahl der Fallbeispiele erfolgt durch die dem Prüfungsausschuss vorsitzende Person auf Vorschlag der Schule. Dabei sind der aktuelle Standard und die Besonderheiten und Erfordernisse der Notfallmedizin mit einer zeitgemäßen Notfallversorgung angemessen zu berücksichtigen. Die Prüflinge werden einzeln oder zu zweit geprüft. Die Prüfung soll einschließlich des Prüfungsgesprächs in jedem Fallbeispiel nicht länger als 40 Minuten dauern. Es ist erfolgreich abgeschlossen, wenn die Fachprüferinnen oder Fachprüfer jedes Fallbeispiel übereinstimmend mit „bestanden“ bewerten.

Die Durchführung und Bewertung des praktischen Teils der Ergänzungsprüfung entspricht im Wesentlichen dem praktischen Teil der staatlichen Prüfung.

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